Excrementory Grindfuckers

Excrementory Grindfuckers – Musik zum Kopfschütteln – Album-Review

Wer die Excrementory Grindfuckers kennt weiß, ohne das neue Machwerk zu hören, dass einen die nächste Stufe Tollwut erwartet. Musik zum Kopfschütteln ist der neueste Beweis der Band, wie genial ein Ding an der Klatsche mit Brachialhumor enden kann. Und vor allem, dass man wirklich was können muss, um das auch noch gut umzusetzen! 

Gesagt getan, denn mit dem ersten Track „Das Album des Jahrtausends“ wird der Weg vorgegeben und sich erbarmungslos selbst aufs Korn genommen, bevor man mit „Wir sind Excrementory Grindfuckers“ so ziemlich alles und jeden in der Musikwelt querbeet freudestrahlend gegens Schienbein tritt, um danach die eingeschlagene Richtung beizubehalten. 

Einerseits ist man sich treu mit einem Mix aus Verwurstung von Schlager und Charts mit Grindcore inkl. ordentlich Tourette bei der Wortwahl. Anderseits geht das Album richtig schön ins Ohr und Hüfte. Zwischen Lach- und Tanzanfall staunt man echt, wie viele Genres in einem Album so alles massakriert werden können. Die Jungs haben nicht nur eine krasse Bandbreite erreicht, sondern wissen auch nach all den Jahren immer noch Spaß zu bereiten, wo andere Bands nach so vielen Dienstjahren einfach nur noch ermüden. Geknüppelt wird immer noch genug wie zu Anfangszeiten. Insgesamt beweisen die Grindfuckers aber ein gutes Händchen für charttaugliche Tanzlieder aller Art inkl. Autotune, bei dem lediglich das gelebte Tourette den Ottonormalbürger verstört zurücklässt. 

Excrementory Grindfuckers Albumreview

Auch auf Gastvocals der anderen Sorte wird dank dem Track „Crashtestdummystyle“ nicht verzichtet, der gleichzeitig aber auch die andere Stärke der Band und des Albums zeigt: Hirn! Die Texte sind bitterböse, gut geschrieben und sorgen gekonnt für Lachflashs, decken aber vom Komasaufen (Crashtestdummystyle, Du hast den Alkohol nie wirklich geliebt) über dämliche Rollenmuster (Getanzt) testestorongeplagten Idioten (So viel Liebe und nichts zum Ficken, Schwerenöter) bis hin zum Weltuntergang (Apokalypse fällt aus) und Co. eine ganze Reihe Probleme mit rabenschwarzem Galgenhumor ab. 

Musik zum Kopfschütteln wächst mit jedem Durchgang und zeigt mit seinen 16 Tracks schnell, warum die Excrementory Grindfuckers einen gewissen Kultstatus genießen. 

Tracklist:

  1. Das Album des Jahrtausends
  2. Wir sind die Excrementory Grindfuckers
  3. Alles in die Wurst
  4. Shitfaced
  5. Tequila
  6. Crashtestdummystyle
  7. Trotzdem
  8. Schabernack
  9. Getanzt
  10. Du hast den Alkohol nie wirklich geliebt
  11. So viel Liebe
  12. Ich, zornig
  13. Voodoo Lady
  14. Schwerenöter
  15. Braunes Gold
  16. Armageddon fällt aus

Mehr zur Band:

Review: Manni

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