FAUN im Interview

FAUN im Interview

Kurz vor ihrem bevorstehenden Auftritt am 30.07.2021 im Olympiastadion München haben sich FAUN Zeit genommen, uns ein paar Fragen zu beantworten.

Die meisten unserer Leser kommen ja eher aus dem Metal-Bereich. Wie würdet ihr eure Musik jemandem beschreiben, der euch noch nicht kennt?

Oliver „SaTyr“ Pade: Ich selber nenne es ja immer Pagan-Folk. Denn wir sind auf der einen Seite eine Folk-Band, aber uns sind die Inhalte auch sehr wichtig. Das sind Naturreligion, Schamanismus, viele mystische und mythische Quellen und ich glaube, da ist auch die Überschneidung in den Metal, weil wir z.B. sehr viel in die nordische Mythologie gehen.

Am 10.07.2021 habt ihr euer erstes Konzert seit vielen Monaten gespielt. Wie war es für euch, nach so langer Zeit wieder auftreten zu können?

Das ist natürlich super, denn das ist nicht nur ein Auftritt, den man da macht. Das ist eine Art zu leben, auf Tour zu sein, sich auszutauschen. Wir sind halt alle Musiker, die auch sehr viel mit Jammen machen. Also gegenseitig Musik machen und auf der Bühne werden quasi viele kleine Teile erst zu einem Ganzen. Und deswegen war das sehr wichtig für uns, dass das wieder möglich ist.

Am kommenden Freitag spielt ihr ja im Olympiastadion in München. Eine tolle Location, in der die allergrößten Bands auftreten. Freut ihr euch, dass ihr die Gelegenheit bekommt, dort zu spielen?

Ja, natürlich, wir spielen auch immer sehr, sehr gerne in München, haben da wirklich viele und treue Fans. Und das ist natürlich so ein geheiligter Boden, wer da schon alles gespielt hat, ist natürlich toll. Natürlich füllen wir nicht das ganze Olympiastadion, sondern einen klitzekleinen Teil, wo jetzt so eine kleine Bühne rein gebaut wurde. Aber das ist echt ein tolles Konzept, also zum Glück. Und da muss ich auch Veranstalter loben, die jetzt so kreativ sind zu sagen, wir bauen da eine kleine Bühne rein. Dann ist das alles Open Air, also man ist sicher wegen Aerosolen und wegen Covid. Aber man hat sogar ein Dach über dem Kopf, dieses Riesen-Olympiadach, sodass uns auch Regen nicht stören würde. Also da gibt es zum Glück einige mutige Veranstalter, die sagen: „Wir erfinden Konzepte, auch auf die Gefahr hin, dass Sachen wieder abgesagt werden und organisieren irgendwas.“

FAUN on Stage
FAUN at Festival-Mediaval 2018 – Photo: © The Discovered Land (for Metal Affair)

Wie habt ihr als Musiker die Zeit der Pandemie erlebt?

Sehr, sehr trocken. Natürlich, ich sag immer, dass andere Generationen, wenn die eine Krise hatten, dann waren irgendwie Weltkriege, das war viel schlimmer. Aber es war natürlich keine schöne Zeit. In unserem Fall haben wir einen langen Labelvertrag unterschrieben. Also haben uns neu orientiert, weil unsere Zeit bei Universal vorbei war. Haben dann eine CD geschrieben, haben Online-Konzerte gemacht, haben die Zeit gut genutzt. Weil wir sehr viel Zeit hatten. Wir haben uns also sehr intensiv mit dieser CD auseinandergesetzt. Aber trotzdem hat halt gefehlt, sich zu sehen, die Konzerte zu geben. So diese Lebendigkeit hat natürlich irgendwie gefehlt.

Es mussten ja immer wieder Konzerte verschoben werden. Glaubt ihr, dass eure jetzt für nächstes Jahr geplante Märchen & Mythen Deutschland-Tour zum geplanten Zeitpunkt stattfinden kann?

Wir glauben und wir hoffen, aber sicher ist natürlich keiner. Wir sind aber auf Nummer Sicher gegangen, weil viele Leute haben gesagt: „Was, ihr könnt doch im Herbst 2021 die Konzerte nicht verschieben.“ Aber wir haben dann doch gedacht, dass der Herbst 2021 noch unsicher sein könnte. Und haben dann lieber frühzeitig verschoben auf 2022, weil jetzt überall die Termine für 2022 knapp werden. Und Märchen & Mythen ist eine große Tour, da braucht man große Bühnenkulissen. Wir haben viel extra Bühne dabei, Gäste auf der Bühne. Das wäre halt z.B. in München im Circus Krone möglich gewesen. Und da sind wir jetzt eigentlich ganz froh, dass wir auf 2022 geschoben haben. Und sind aber guter Dinge, dass sich die Sache nächstes Jahr endlich normalisiert.

Die Veröffentlichung eures gleichnamigen Albums liegt ja nun schon fast zwei Jahre zurück. Trotzdem haben wir noch ein paar Fragen dazu. Der Albumtitel gibt ja schon das Konzept des Albums vor. Das Thema Märchen passt ja super zu eurem Musikstil. Habt ihr schon früher darüber nachgedacht, darüber ein Album zu schreiben oder ist die Idee eher neu?

Also wir haben ja immer wieder Märchen so leicht berührt, denn wir beschäftigen uns ja viel mit Mythen und alten Sagen. Und da ist natürlich oft eine gewisse Nähe zu Märchen. Aber uns jetzt richtig mal auf Märchen einzulassen als Konzept, die Idee war relativ neu. Und wir haben gesagt, das war eine super Idee. Also wir haben viel zu viele Lieder geschrieben. Und je mehr wir gesucht haben, umso mehr Tolles haben wir gefunden. Auch, weil wir versucht haben, so auf die Ursprünge der Märchen zu gehen. Wo kommen die her? Wo haben die ihre Ursprünge? Und was bedeuten viele Sachen, so Symbole in Märchen. Da haben wir ganz tolle Sachen gefunden und da hätten wir auch zwei oder drei CDs dazu schreiben können.

FAUN Band
FAUN at Festival-Mediaval 2018 – Photo: © The Discovered Land (for Metal Affair)

Welche Bedeutung haben die verarbeiteten Märchen und Mythen für euch?

Wir haben natürlich auch versucht, weil das unsere Intention ist, diese paganen Elemente herauszuarbeiten. D.h. was ist vorchristlich. Weil ich glaube, dass das so unsere eigenen Wurzeln sind, die wir sehr oft vergessen. Denn natürlich, das Christentum hat alles aufgeschrieben. Die Kelten z.B. gar nicht und deshalb ist da viel in Vergessenheit geraten. Wir glauben aber, dass das sehr, sehr wichtig ist für uns, so eine Nähe zur Natur, zu Jahreskreisen, zu Kräutern, zur Erde zu haben. Das fehlt uns so ein bisschen. So haben wir versucht, das in den Märchen zu finden. Und da gibt es wirklich tolle Elemente, die sehr, sehr mythisch sind und auch sehr weise.

Bei manchen eurer Songs habt ihr prominente Gastmusiker wie z.B. Santiano oder Subway to Sally dabei. Auf dem aktuellen Album sind Versengold dabei. Wie kommt eine solche Zusammenarbeit zustande?

Also viele konstruieren das eher und das ist uns so bisschen unlieb. Bei uns ist das eher so, dass man sich eh auf Festivals trifft und mit den Musikern dann irgendwie backstage rumhängt. Ab und zu ist das wie so ein Wink des Schicksals, dass man Musiker sonst nie getroffen hat. Und dann spielt man mit der Band. Z.B. mit Wardruna aus Norwegen war das so. Wir haben dann in einem Jahr viermal zusammen gespielt, waren dann in Holland und haben auf einem Festival gespielt. Er (vermutlich Einar „Kvitrafn“ Selvik) mit dem Soloprojekt, ich mit einem anderen Projekt. Aber wir haben dann in Nachbarhäusern gewohnt, vier Tage. Dann hängst du viel zusammen rum. Und natürlich redest du viel über Musik, über aktuelle Projekte, machst vielleicht zusammen Musik. Und dann entsteht sowas. Das ist uns immer wichtig, dass das natürlich entstanden ist. Und dass es nicht irgendein Pop-Sternchen ist, das jetzt gar nicht dazu passt, das ist uns dann nicht so lieb.

Wie läuft bei euch das Songwriting ab?

Naja, normalerweise sind wir eine Folk-Band, die auch mal gerne im Backstage sitzt und da viel Musik macht. Das war jetzt nicht möglich, denn wir wohnen alle sehr, sehr weit weg. Wir haben jetzt z.B. eine Schweizerin in der Band und da war es einfach nicht möglich, sich zu treffen wegen Corona. Und deswegen haben wir jetzt viel so gearbeitet: jeder schreibt eigene Songs, eigene Ideen, schickt die in die Runde. Und dann musizieren die anderen dazu und schicken es wieder zurück. Das hat Vor- und Nachteile, aber es ist echt eine ganz tolle CD dabei herausgekommen. Weil wir so viel Zeit hatten, wirklich mal Sachen umzustrukturieren. Z.B. hab ich so eine alte Geige, die ich spiele. So eine Schlüsselfidel. Da hab ich mir eine ganz andere Geige bauen lassen, eine Vorform. Und alles umgeschrieben. Das sind Sachen, die schafft man oft gar nicht im laufenden Prozess, wenn man von Konzert zu Konzert und wieder ins Studio springt. Das war ganz gut, dass wir uns da nochmal neu überdenken und verbessern konnten.

Lasst ihr euch beim Songwriting auch von anderen Bands inspirieren, und falls ja von welchen?

Auf jeden Fall. Das ist auch für mich ein Segen, dass es so viele tolle Musik gibt. Also meine persönlichen Helden sind z.B. Hedningarna, eine Folk-Band aus Schweden. Oder Dead Can Dance, auch eine tolle Band. Oder auch Singer-Songwriter hör ich gern, wie so z.B. Nick Drake oder John Martyn, die auch tolle Texte schreiben. Ich bin auch viel auf Weltmusik, da hör ich viele Einflüsse, aber da ist die Band auch sehr verschieden. Also unser elektronischer Musiker hört viel Aphex Twin und experimentelle Musik. Und unser Drehleierspieler hört viel Fusion oder auch komplexe Musik oder Krautrock und so was. Ich finde, diese Mischung ist so spannend, weil wir auch so viele Einflüsse zusammenbringen. Das ist für uns auch ganz wichtig.

FAUN
FAUN at Festival-Mediaval 2018 – Photo: © The Discovered Land (for Metal Affair)

Ihr habt Lieder in vielen verschiedenen Sprachen. Wie entscheidet ihr, welcher Song in welcher Sprache gesungen werden soll?

Wir schreiben viel deutsch in letzter Zeit. Wir spielen ja viel im Ausland und haben selbst gemerkt, dass die gerne deutsch hören, komischerweise. Aber das klingt irgendwie authentisch und oft ist es so, wenn wir sagen, wir wollen eine Meinung oder wir wollen, dass die Leute wirklich wissen, was wir singen, dann singen wir lieber deutsch. Oder teilweise englisch, damit es leichter verstanden werden kann. Manchmal haben wir aber auch alte Texte, also graben aus der Edda oder aus alten Quellen wirklich so fast heilige Texte aus. Und dann ist es manchmal eine Sünde, die zu übersetzen. Denn, wenn du jetzt so einen germanischen Stabreim hast oder ein lateinisches Gebet, dann haben die auch einen eigenen Rhythmus in den Worten. Dann haben sich die Worte auch irgendwie aufgeladen im Laufe der Jahrhunderte. Und dann singen wir lieber das Original.

Gibt es dann immer jemanden in der Band, der diese Sprachen spricht? Oder holt ihr euch da Hilfe beim Texte schreiben?

Wir holen uns meistens Hilfe. Also ich selber habe mal Mediävistik studiert, also die alten Sprachen, mittelhochdeutsch und so. Aber das Gute ist, es gibt so viele Native Speaker und auch kluge Leute an den Universitäten, da holen wir uns dann eine Aussprachehilfe. Jetzt verwenden wir gerade altes Walisisch für einen Song und das ist so ein Kauderwelsch an Buchstaben. Da braucht man da wirklich Leute von den Unis, die einem wirklich helfen, denn man will ja nichts falsch machen.

Euch gibt es nun schon seit 22 Jahren. Was waren die schönsten Momente in eurer Bandkarriere?

Oh, da könnte ich jetzt das Interview sprengen, weil es ist natürlich so viel passiert. Es gibt so ein paar Lieblingsfestivals. Z.B. haben wir in Holland ein Festival, das ist gerade ausgefallen. Das wäre jetzt gewesen, das Castle Fest. Da gab‘s zum Beispiel Backstage-Momente, wo wir dann alle auf den Tischen gestanden sind und musiziert haben. Und Girlanden in so einer Sommernacht, das sind so wirklich die schönen Momente, wo man dran denkt. Oder auch lange Reisen. Zum ersten Mal nach Amerika zu fahren, wo alles anders ist, aber man trotzdem irgendwie denkt, man ist zuhause angekommen. Oder auch große Bühnen in Wacken oder so was. Also zum Glück, ich bin ja ganz dankbar, dass es bei uns wirklich so ein relativ natürlicher Prozess war. Denn wir haben wirklich ganz unten angefangen. Wir haben auf der Straße gespielt als Straßenmusiker, dann auf den Märkten ohne Bühne. Und sind dann langsam immer größer geworden, bis wir dann jetzt eine gewisse Bühnengröße brauchen. Aber das ist das Schöne dran, dass es sich so natürlich angefühlt hat. Man hat nie den Boden unter den Füßen verloren und hat das quasi alles erlebt.

Gab es auch nicht so schöne Momente?

Mit Sicherheit, also da gab‘s viel. Es gab natürlich Stressmomente. Dann darf man nicht vergessen, es ist ja ein Job. Wir haben um die 50 – 60 Konzerte im Jahr. Und dann gehört zu jedem Konzert noch ein Reisetag dazu. Das ist schon mal ein Drittel des Jahres, da ist man auf der Straße nur für Konzerte. Dann ist man noch viel im Studio oder bei Fotoshootings, Videoshootings, macht irgendein Zeugs. Da ist man auch nochmal viele Tage unterwegs. Und dann ist da natürlich noch die ganze Arbeit zuhause. Also ich mache das Management, d.h. es ist ein Job, in dem ich jeden Tag arbeite, habe keinen Tag richtig frei. Und genieße das auch. Aber dann passiert es natürlich auch, dass man sich in der Gruppe aufreibt. Wenn jemand Familie bekommt oder sagt, ich hab jetzt ein anderes Lebensziel. Und das ist natürlich immer schwierig, wenn man dann sagt, wie geht man auseinander, nachdem man wie eine Familie so eng zusammengelebt hat. Das passiert natürlich in 20 Jahren ab und zu. Das ist nicht immer einfach, aber wir haben versucht, das Beste draus zu machen. Und man muss es auch so sehen: wenn dann wieder neue Leute dazukommen, dann bringen die auch neue Ideen mit und das hilft einem auch wieder, sich so ein bisschen neu zu erfinden und sich nicht allzu sehr zu wiederholen. Wir nehmen das auch immer als Chance, aber das ist natürlich nicht der einfachste Prozess.

Band FAUN
FAUN at Festival-Mediaval 2018 – Photo: © The Discovered Land (for Metal Affair)

Seit letztem Jahr habt ihr mit Adaya ein neues Bandmitglied. Hat sie sich schon gut in der Band einleben können?

Absolut. Also das war auch aus einer Not heraus entstanden, weil es sehr schnell gehen musste, aber es hätte nicht besser sein können. Oft vertraut man da ja seinem Bauchgefühl, denn man kann gar nicht Konzerte ausprobieren oder eine Probephase machen. Und das hat sich ganz toll angefühlt, weil sie ein ganz toller Musiker ist, aber auch einen ganz tollen Ehrgeiz hat, einfach spielen will und unglaublich schnell Lieder versteht. Sie spielt jetzt schon, als wäre sie immer dabei gewesen und bringt ganz viele neue Ideen und auch noch zusätzliche Instrumente mit. Also es könnte nicht besser sein. Allerdings ist es schade, sie ist jetzt schon eineinhalb Jahre dabei und hat kaum Konzerte gespielt. Denn es gab ja keine Konzerte. Das ist wirklich auch sehr traurig im Moment.

Ihr habt 2015 am Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teilgenommen. Wie blickt ihr heute auf dieses Erlebnis zurück?

Das war ein Riesenspaß! Ich weiß noch, derjenige, der gewonnen hat, hat ja dann den Preis nicht angenommen, aus irgendwelchen Gründen. Unser Elektroniker mit den langen Dreadlocks Niel und Conchita Wurst haben hinter so einem Monitor gestanden und dann so ganz schockiert gesagt: „Nein ein Skandal!“ Also, diese ganze Fernseh-Glamourwelt war natürlich witzig und hat uns auch unglaublich viel gebracht. Danach kamen Leute auf Mittelaltermärkten, die sagten: ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt und das ist ja so eine tolle Welt. Die haben uns im Fernsehen entdeckt und haben dann diese Mittelalterwelt für sich entdeckt oder auch diese Folk-Festivals. Und das fanden wir eine schöne Gelegenheit, unsere Öffnung nach außen hinzukriegen. Das war eine tolle Fernsehshow, warum nicht. Wir haben ja auch viel Kritik eingesteckt für Universal damals. Manches vielleicht zu recht. Aber es war ein steiniger Weg. Es war nicht alles easy, aber diese Fernsehauftritte haben wir irgendwie gefeiert. Wenn es mal zu peinlich war, haben wir ein Weinchen mehr getrunken und dann ging es auch wieder. (lacht)

Im Finale belegte Deutschland ja den letzten Platz. Angenommen, ihr hättet diesen Vorentscheid gewonnen, glaubt ihr, dass ihr besser abgeschnitten hättet?

Ich glaube international hätten wir ein bisschen besser abgeschnitten, denn das ist ja so eine Show geworden. Ich glaube, wir hätten mehr Showelemente mitgebracht. Also glaube ich schon, dass wir besser abgeschnitten hätten. Aber das ist ja auch so ein Riesending. Da geht‘s ja eher um Politik und aus welchem Land man kommt, und was da grad die Politik macht. Also wir sind da auch nicht rein mit dem Ziel „Hey, wir wollen das hier gewinnen!“. Sondern es war einfach toll, dabei zu sein und zu sagen „Hey, wir zeigen mal Dudelsäcke und Trommeln und eine Drehleier im deutschen Fernsehen“. Das ist uns so wichtig, weil wir finden, dass es so eine tolle Musik ist. Also nicht nur wir, aber diese ganze alte Folk-Musik. Und wir finden es schade, dass auch im Radio immer derselbe Einheitsbrei läuft und auch Musik im Fernehen so untergegangen ist. Oobwohl Musik so wichtig ist und so vielen Leuten eine Identität verschafft. Und deswegen freuen wir uns, wenn wir die Gelegenheit haben, unsere Musik auch mal in die Welt tragen zu können, z.B. ins Fernsehen rein.

FAUN live on Stage
FAUN at Festival-Mediaval 2018 – Photo: © The Discovered Land (for Metal Affair)

Ihr kommt ja, genau wie ich, aus Gräfelfing. Erzählt doch mal, was ihr an diesem Ort am schönsten findet!

(lacht) Das ist eine gute Frage! Ich bin leider weggezogen, wie viele andere auch. Wir haben aber noch Münchner in der Band und in Gräfelfing ist quasi unser Studio und unser Büro, wo wir uns auch zum Proben treffen. Und ich finde Gräfelfing ist toll, weil mir natürlich Natur sehr wichtig ist, als Gartenstadt. Ich glaube, es gibt da sogar ein Gesetz, dass das Verhältnis zwischen Garten und Haus stimmen muss. Also man darf nicht alles betonieren, das finde ich sehr, sehr gut. Außerdem mag ich halt auch Orte, die eine gewisse Geschichte haben, also was älteres. Und Gräfelfing hat ja wirklich eine schöne Geschichte, mit den ganzen alten Häusern und der Würm, das hat echt Flair. Und München ist ja auch eine tolle Stadt, ich hab da studiert, an der LMU. Ich weine München schon so ein bisschen nach, aber da ich so viel auf Reisen bin, bin ich auch immer mal wieder da, und genieße es auch. Ja genieße viele Orte auf der Welt.

Wollt ihr unseren Lesern noch etwas mitteilen?

Unbedingt auf die Konzerte zu kommen, denn das realisieren ja viele gar nicht. Aber so, wie ich die Sache einschätze, sind jetzt halt wenige Konzerte im Sommer möglich und dann wird im Herbst wieder die große Stille, also die große Decke über alles gelegt werden. Und jetzt im Sommer sollte man möglichst viel machen und genießen, denn man muss jetzt die Batterien aufladen. Und so hoffe ich jetzt, dass in München, im Olympiastadion, viele kommen, weil viel Platz haben wir ja.

Vielen Dank an Oliver „SaTyr“ Pade für seine Zeit und die interessanten Antworten. Wir freuen uns schon auf FAUN im Olympiastadion München am 30.07.2021 und werden auf jeden Fall mit dabei sein.

Mehr zur Band findet ihr auf deren Website sowie auf Facebook.

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