Dark Easter Metal Meeting – 31.03. & 01.04.2018 – Backstage München – Bericht

Am 31.03.2018 war es soweit. Das Backstage München öffnete seine Tore für das Dark Easter Metal Meeting. Und bot so die Möglichkeit, zwei Tage lang ein helltastic dunkles Osterfest zu feiern.

 

Dark Easter Metal Meeting 2018 im Backstage München
Bild: ©Backstage München/MRW Concerts

 

Bereits zum siebten Mal fand das Dark Easter Metal Meeting statt und bot ein wahres Feuerwerk an internationalem Metal. Kein Wunder also, dass das Dark Easter Metal Meeting bereits Wochen vor dem Start ausverkauft war. Die Nachfrage nach Karten in den Sozialen Netzwerken war gewaltig, doch nicht jeder hatte Glück.

 

Der Einlass erfolgte an beiden Tagen erfreulich schnell und unkompliziert. Und schon hier fiel eine Neuerung auf: es gab Stoffbändchen anstatt Papier. Da kam gleich noch mehr Festivalstimmung auf.

 

Dark Easter Metal Meeting – Tag 1 – 31.03.2018

 

Angekündigt waren für den ersten Tag der höllisch dunklen Osterfeier

 

  • Bloodbath
  • Shining
  • Bethlehem
  • Dark Fortress
  • Aura Noir
  • Agrypnie
  • Ultha
  • Sun Of The Sleepless
  • Noctem
  • Just Before Dawn
  • Eis
  • Unlight
  • Enisum
  • Pequod
  • Commander
  • Lebenssucht
  • Ewigeis

 

Als Opener an diesem Tag betraten EWIGEIS die Bühne des gut gefüllten Clubs. Der Sound von Ewigeis konnte sich durchaus hören lassen und fand beim Publikum gefallen. Kein Wunder, war es doch wahrlich reinrassiger Black Metal von starker Intensität. SAAT und Angsul bewiesen eindrucksvoll, dass auch ein Duo durchaus anständigen Black Metal zaubern kann. Ewigeis schafften es ohne Probleme, das Publikum gut anzuheizen.

 

Weiter ging es in der Halle mit UNLIGHT, die sich mit Corpse Paint, Nieten und Nagelarmbändern präsentierten. Ein Look, der zu ihrem Sound passte. Mit gelungenem Black-/Thrash Metal  schufen Unlight eine ruhelose, ja fast angespannte Atmosphäre voll dunkler Energie. Und heizten damit die Fans weiter an.

 

NOCTEM war an diesem Tag die erste Band im Werk. Beleth, Exo, Varu und Voor überzeugten mit ihrem eindrucksvollem Corpse Paint ebenso wie mit ihrem guten Black-/Thrash-/Death Metal. Eine brachiale Mischung, die bei den Besuchern des Dark Easter Metal Meetings nicht ohne Wirkung blieb.

 

Lebenssucht at Dark Easter Metal Meeting 2018
Lebenssucht – Dark Easter Metal Meeting 2018 – Photo: © The Discovered Land

 

Während es bis hier noch möglich war, alle Bands zu sehen, mussten nun Entscheidungen getroffen werden. Während in der Halle EIS auftraten, ging es für uns zurück in den Club. Zu LEBENSSUCHT. Die deutsch-belgisch-österreichische Black Metal-Combo zog mit blutigem Look, intensivem Sound und einer Show die man schon fast emotional nennen könnte, die Dark Easter-Besucher in ihren Bann.

 

Dark Fortress at Dark Easter Metal Meeting 2018
Dark Fortress – Dark Easter Metal Meeting 2018 – Photo: © The Discovered Land

 

Im Anschluss daran rief das Werk. Hier gaben sich DARK FORTRESS die Ehre und füllten das Werk mit ihrem Extreme-/Black Metal. Mit einer erstklassigen Show und ebenso exzellentem wie schauerlich-schönem Sound begeisterten die Landshuter die Besucher des Werk.

 

Für die Band war dieser Auftritt jedoch mehr, als einfach nur ein Konzert. Es war zugleich der letzte Auftritt mit ihrem Bassisten Draug, der nach rund 18 gemeinsamen Jahren nun Dark Fortress verlässt.

 

Commander at Dark Easter Metal Meeting 2018
Commander – Dark Easter Metal Meeting 2018 – Photo: © The Discovered Land

 

Nun ging es wieder in den Club. Hier feierten COMMANDER den Release ihres neuen Albums „Fatalis (The Unbroken Circle)“. Die Münchner Death Metaler legten auch sofort richtig los und brachten den Club mit ihrer brachialen, rauen Death Metal-Kost zum kochen. Die Haare flogen und es wurde gefeiert, als gäbe es kein Morgen. Kein Wunder, bei dem Riff-Gewitter, das Commander an den Tag legten. Nach dem Gig konnte man zahlreiche begeisterte Worte über den Auftritt von Commander hören. Das neue Album „Fatalis (The Unbroken Circle)“ erscheint übrigens am 13.04.2018 via Black Sunset/MDD.

 

Nebenan in der Halle eroberten zwischenzeitlich SUN OF THE SLEEPLESS die Bühne. Die Band überzeugte mit gutem Ambient und Black Metal. Besonders im Gedächtnis blieb wohl auch der brennende Vorhang. Ausgelöst wohl durch einen (angetrunkenen?) weiblichen Fan, die eine der dekorativen Fackeln umgeworfen hatte. Doch kein Problem im Backstage. Schnell waren vier Mann zur Stelle und löschten den Brand. Live-Gitarrist Eviga sollte man übrigens später noch einmal sehen. Und zwar mit Agrypnie.

 

Bethlehem at Dark Easter Metal Meeting 2018
Bethlehem – Dark Easter Metal Meeting 2018 – Photo: © The Discovered Land

 

Der nächste Programmpunkt: BETHLEHEM. Gespannt war man hier unter anderem auf Frontfrau Onielar. Diese war nicht nur durch ihre lange Mähne ein Blickfang, sondern überzeugte auch durch ihre stimmliche Darbietung. Mal flüsternd, mal harsch schaffte sie es, dem Wahnsinn eine Stimme zu geben. Das Gesamtpaket: verrückt, beeindruckend, Bethlehem.

 

Im Club ging es dann weiter mit PEQUOD. Mit ihrer Mischung aus Death-/Thrash-/Speed-Metal und Hardcore heizten die Münchner den Publikum gehörig ein und zeigten, wieviel Spaß sie auf der Bühne haben.

 

Ultha at Dark Easter Metal Meeting 2018
Ultha – Dark Easter Metal Meeting 2018 – Photo: © The Discovered Land

 

Weiter ging es in der Halle mit ULTHA. Die Kölner Band lieferte ab und zwar sowas von! Mit einwandfreiem Black Metal begeisterten Ultha das Publikum und überzeugten mit einer gelungenen Mischung aus ebenso atmosphärischen wie melodischen Gitarren, ordentlichem Geknüppel,  Growls und heiserem Schreigesang. Keine einfache Kost, die zudem eine bedrohlich düstere Stimmung schuf. Wie hypnotisiert standen die Fans vor der Bühne und bewegten sich zum fabelhaften Ultha-Sound.

 

Im Werk fieberten die Fans SHINING entgegen. Die Band bot den Fans, was sie erwarteten: Extreme Metal vom feinsten. Mit ihrer typischen musikalischen Raffinesse kreierten Shining eine düster-bedrückende Atmosphäre mit einem Wechselbad aus Aggression und Melancholie. Überraschend zahm präsentierte sich allerdings Frontmann Niklas. Das dachten wir zumindest bis zu dem Moment, als Niklas unseren Fotografen mit einer Flasche Jack Daniels überraschte, und ihn diabolisch grinsend damit übergoss.

 

Shining at Dark Easter Metal Meeting 2018
Shining – Dark Easter Metal Meeting 2018 – Photo: © The Discovered Land

 

Im Club ging es dann weiter mit ENISUM, welche wir selbst leider verpassten. Doch fragte man unter den Club-Besuchern nach, konnten Enisum wohl durchaus begeistern.

 

AGRYPNIE schmetterten den Fans in der Halle Post Black Metal um die Ohren. Und das Publikum? Füllte die Halle komplett und genoss den Gig von Agrypnie sichtlich. Als Special Guest war Dornenreich-Sänger Eviga mit auf der Bühne. Dieser ist auch auf dem Album von Agrypnie als Gastsänger zu hören. Doch nicht nur dass. Auch bei Sun Of The Sleepless stand er mit auf der Bühne. Dort als Live-Gitarrist.

 

Es folgte der Headliner des Tages: BLOODBATH. Blutverschmiert schepperten Bloodbath ihren Death Metal durch das Werk. Doch das Publikum wollte teils nicht so richtig mitgehen. Sehr zum missfallen des Vocalists Old Nick (zugleich Frontmann von Paradise Lost, dem Headliner des nächsten Tages), der durch seine unverständlichen Ansagen und seinen auffallenden Unmut nicht gerade zur Besserung der Stimmung beitrug.

 

Bloodbath at Dark Easter Metal Meeting 2018
Bloodbath – Dark Easter Metal Meeting 2018 – Photo: © The Discovered Land

 

Dennoch lieferten Bloodbath eine professionelle Show und konnten zumindest mit dem letzten Song doch noch für Stimmung im Publikum sorgen.

 

Den ersten Tag des Dark Easter Metal Meetings beschlossen AURA NOIR in der Halle sowie JUST BEFORE DAWN im Club. Beide Bands lieferten eine gelungene Show mit sattem Sound. Doch lag es wohl an der vorgerückten Stunde, dass beim Publikum – abgesehen von einem kleinen Moshpit in der Halle, nicht mehr allzu heftige Stimmung aufkam.

 

Dark Easter Metal Meeting – Tag 2 – 01.04.2018

 

Am zweiten Tag des Dark Easter Metal Meeting 2018 standen folgende Bands auf dem Plan:

 

  • Paradise Lost
  • Belphegor
  • Naglfar
  • Secrets Of The Moon
  • Desaster
  • UADA
  • Dool
  • Dawn Of Disease
  • Novembre
  • Nocturnal Depression
  • Anomalie
  • Impure Wilhelmina
  • Furia
  • Thaw
  • Au-Dessus
  • Freitod
  • Morgengrau

 

Doch wie heißt es so schön: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Was viele anfangs für einen bösen Aprilscherz hielten, stellte sich dann doch als wahr heraus. Es gab Band-Ausfälle. Und dementsprechend Ersatz. Doch dazu später mehr.

 

Für etwas Verwirrung bzgl. der Bandausfälle sorgte das Datum. Ein 1. April ist nunmal prädestiniert für Scherze. Und so war es nicht verwunderlich, dass die Band-Ausfälle von so manchem Besucher anfangs für einen Aprilscherz gehalten wurden.

 

Der zweite Tag des Dark Easter Metal Meeting 2018 begann mit Black Metal aus Bayern. MORGENGRAU sorgten vom ersten Ton an für Stimmung im Club und krönten ihren Auftritt mit der Live-Premiere eines Songs sowie einem Geburtstagsständchen für einen Freund. Auch dieses natürlich in gekonnter Black Metal Manier.

 

In der Halle empfingen IMPURE WILHELMINA die Dark Easter Besucher mit energiegeladenem Post Metal, der durch seine leicht konfuse Arrangements im Gedächtnis blieb. Das Publikum war überschaubar. Und schien sich teils lieber zu unterhalten, anstatt das Geschehen auf der Bühne zu verfolgen. Schade, war doch die Performance von Impure Wilhelmina durchaus gut.

 

Mit NOVEMBRE beschallte an diesem Tag die erste Band das Werk. Im Vergleich zum Vortag befanden sich zwar weniger Gäste im Werk, doch Novembre ließen sich weder davon, noch von den doch recht ruhig dastehenden Gästen beirren. Sie boten eine relativ ruhige, aber dennoch gelungene Mischung aus Doom Metal, Dark und Gothic Rock.

 

Weiter ging es in der Halle mit ANOMALIE. Eine Band, die von den Besuchern wie es schien gespannt erwartet wurde. Die Halle war voll. Und das, wie man erfragen konnte, bereits einige Zeit vor dem angekündigten Beginn. Der Auftritt von Anomalie: hammer. Weihrauch, Kerzen- und Fackelschein. Dazu ein wirklich guter Sound und Melodic Black Metal, wie er sein soll.

 

Nebenan beschallten FREITOD mit ihrem melancholisch-dunkelen Dark Metal den Club. Besonders auffallend waren hier die Stimmgewalt sowie die unglaubliche Cleanstimme des Sängers.

 

Kristian Wåhlin at Dark Easter Metal Meeting 2018
Kristian Wåhlin – Dark Easter Metal Meeting 2018 – Photo: The Discovered Land

 

Wir haben uns dann dennoch auf den Weg gemacht, um die Ausstellung von Kristian Wåhlin, auch bekannt als Necrolord, zu betrachten. Eine passendere und beeindruckendere Ausstellung hätten die Veranstalter nicht wählen können, hatte Wåhlin doch bereits für zahlreiche Bands die Album-Cover gestaltet. Unter anderem für Dark Funeral, Emperor, Ensiferum, Graveworm, Nifelheim und viele mehr.

 

Beeindruckende Werke und ein absolut Fan-naher Künstler zogen die Besucher des Dark Easter Metal Meetings in den Show Room. Fast keiner, der nicht ein von Wåhlin gestaltetes Album-Cover kannte.

 

Kristian Wåhlin at Dark Easter Metal Meeting 2018
Kristian Wåhlin – Dark Easter Metal Meeting 2018 – Photo: © The Discovered Land

 

Im benachbarten Werk ging es weiter mit SECRETS OF THE MOON. Ein hartes Set wurde dort allerdings nicht geboten. Dargebracht wurden meist Stücke ihres aktuellen Albums „Sun“, welches mehr in Richtung Occult- und Dark Metal tendiert. Der Stimmung schadete dies allerdings nicht. Das Publikum genoss sichtlich den atmosphärischen Auftritt der Band.

 

Secrets Of The Moon at Dark Easter Metal Meeting 2018
Secrets Of The Moon – Dark Easter Metal Meeting 2018 – Photo: © The Discovered Land

 

Mit ASPHAGOR eroberte in der Halle der erste Ersatz des Tages die Stage. Die Tiroler sprangen für Dawn Of Disease ein, welche ihren Gig aus gesundheitlichen Gründen leider absagen mussten. Doch wie die volle Halle bewies, waren Asphagor ein würdiger Ersatz. Kraftvoll und mit purer Leidenschaft schmetterten die Tiroler den Anwesenden ihren Black Metal um die Ohren. Geprägt von harten Riffs, melodischen Gitarrenparts und einfach nur genialen Growls und kreischenden Screams des Vocalist. Dem Publikum gefiel’s. Ein Interview mit Asphagor vom vergangenen Jahr findet ihr übrigens hier.

 

Asphagor at Dark Easter Metal Meeting 2018
Asphagor – Dark Easter Metal Meeting 2018 – Photo: © The Discovered Land

 

Um die Signing Session von UADA nicht zu verpassen, mussten wir die Show von Asphagor verfrüht verlassen. Vor dem Signing Room hatte sich bereits eine lange Schlange gebildet. Gut gelaunt unterhielten sich die UADA-Fans und warteten auf den Beginn der Autogrammstunde. Bereits fünf Minuten vor dem geplanten Start erschienen bereits UADA. Die Signing-Session verlief reibungslos und sympathisch und hinterließ zahlreiche glückliche Fans.

 

UADA at Dark Easter Metal Meeting 2018
UADA – Dark Easter Metal Meeting 2018 – Photo: The Discovered Land

 

Im absolut vollen Club gaben sich dann AU-DESSUS die Ehre. Durch Masken und Kapuzen verdeckt präsentierten Au-Dessus astreinen, modernen Post Black Metal. Und trafen damit zielsicher den Geschmack der Club-Gäste.

 

Für zahlreiche Besucher ging es nun ins Werk. Denn dort betraten nach sage und schreibe zwölf Jahren NAGLFAR wieder eine Münchner Stage. Kein Wunder also, dass für viele die Schweden als Highlight des Tages galten. Naglfar wurden lautstark von ihren Fans unterstützt und belohnten diese dafür mit einer grandiosen Zeitreise durch ihre Alben. Ein Interview mit NAGLFAR findet übrigens ihr in Kürze hier bei Metal Affair.

 

Naglfar at Dark Easter Metal Meeting 2018
Naglfar – Dark Easter Metal Meeting 2018 – Photo: © The Discovered Land

 

DOOL. Eine Band, deren guter Ruf ihr vorauseilt. Und beim Dark Easter Metal Meeting 2018 bewiesen sie in der Halle, dass dieser Ruf nicht von ungefähr kommt. Mit einer Leidenschaft, die ihresgleichen sucht, schmetterten Dool dem Publikum ihren wilden und energiegeladenen Dark Rock um die Ohren.

 

THAW präsentierten im – mittlerweile sehr warmen – Club guten Doom-Metal. Ein Sound, der fast schon hypnotisch wirkte. Unterstützt von einem unübersehbaren Effektpult liefern Thaw einen gekonnten Auftritt, der allerdings nicht unbedingt im Gedächtnis blieb.

 

Belphegor at Dark Easter Metal Meeting 2018
Belphegor – Dark Easter Metal Meeting 2018 – Photo: © The Discovered Land

 

Im Werk fiel anschließend als erstes das morbide Bühnenbild von BELPHEGOR ins Auge. Es kreierte zusammen mit dem diabolischen Death- und Black Metal der österreichischen Band ein gelungenes Gesamtpaket. Belphegor nahmen ihre äußerst zahlreich erschienenen Fans mit auf eine dunkle Reise durch ihre elf Alben und sorgten für begeisterte Fans im mehr als vollen Werk.

 

Ebenso voll wie das Werk war kurz darauf die Halle, als UADA die Stage betraten. Die Gesichter unter schwarzen Kapuzen verborgen, die Bühne nur durch ein paar wenige Backlights erhellt. So legten UADA den Fokus ihres Gigs allein auf die Musik und präsentierten ihren unverwechselbaren und begeisternden Sound. Wahrlich Black Metal per excellence. Intensiv und fesselnd. Es war der Band anzumerken, mit welcher Leidenschaft sie auf der Bühne stehen. Und eben diese übertrug sich umgehend auf das Publikum. Für zahlreiche Besucher des Dark Easter Metal Meeting 2018 waren UADA spätestens nach diesem Auftritt eines der wahren Highlights dieser zwei Tage.

 

Kurz vor dem Dark Easter Metal Meeting durften wir ein Interview mit UADA führen. Ihr findet das Interview hier.

 

UADA at the Dark Easter Metal Meeting 2018
UADA – Dark Easter Metal Meeting 2018 – Photo: © The Discovered Land

 

Da FURIA zeitgleich wie UADA spielten, haben wir sie leider verpasst. Fragte man die Club-Besucher nach dem Auftritt von Furia, wurde vor allem die doch wohl recht gewagte Lichtshow erwähnt.

 

Der Headliner des zweiten Dark Easter-Tages, PARADISE LOST, zog im Laufe des Abends den Unmut der Fans auf sich. Grund dafür war die kurzfristige Absage ihrer Signing Session. Vielleicht lag es mit daran, dass das Werk zwar sehr gut gefüllt war, doch nicht so voll wie erwartet.

 

Die Band hatte bereits vor ihrem Auftritt mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Große Teile ihres Equipments waren nicht rechtzeitig in München angekommen. So mussten die Gitarristen sich im Laufe des Tages um Behelfszeug bemühen. Dies könnte die technischen Probleme während des Gigs erklären. Paradise Lost lieferten dennoch eine gute Show und führten dabei ihre Fans durch alle Phasen der Bandgeschichte.

 

Das relativ schnelle verlassen der Bühne sowie die lange Wartezeit bis zur heiß ersehnten Zugabe kam bei den Fans nicht wirklich gut an. Doch die beiden während der Zugabe präsentierten Songs versöhnten das Publikum dann wieder.

 

Während der Show forderte Frontman Nick Holmes die Fans auf, Songwünsche zu äußern. Allerdings nur, um ihnen daraufhin mitzuteilen, dass er sowieso einfach seiner Setlist folge. Diese wohl als Gag gemeinte Aussage, brachte dem Sänger keine Sympathien ein.

 

Ebenfalls einen kleinen Scherz erlaubten sich DESASTER. Das jedoch bereits lange, bevor sie die Bühne betraten. Via Facebook ließen die Koblenzer verlauten, dass die Band zu betrunken sei, um aufzutreten. Dennoch standen Desaster pünktlich zu Konzertbeginn auf der Stage. Und beschwerten dem in der Halle heavy moshenden Publikum einen mehr als gelungenen Abschluss des Dark Easter Metal Meeting 2018.

 

Mit WOLVES DEN betrat der zweite Ersatz dieses Dark Easter Tages den Club. Denn Nocturnal Despression waren trotz ihrer Zusage für den Veranstalter nicht mehr erreichbar. Und erschienen schlichtweg nicht zum Event. Doch mit Wolves Den wurde für perfekten Ersatz gesorgt. Die Black-Metaller aus München beendeten mit den Club-Besuchern gekonnt und stimmig das diesjährige Dark Easter Metal Meeting.

 

Unser Fazit zum Dark Easter Metal Meeting 2018

 

Zwei Tage, drei Bühnen und 34 Bands, die besser nicht hätten sein können. Die Veranstalter des Dark Easter Metal Meetings hatten nicht zuviel versprochen.

 

Diverse Highlights wie UADA oder auch NAGLFAR machten das Dark Easter Metal Meeting 2018 zu einem ganz besonderen Erlebnis.

 

Doch es war noch mehr, das beim Dark Easter Metal Meeting 2018 positiv aufgefallen war.

 

Die Organisation hatte sich im Vergleich zum letzten Jahr deutlich verbessert. Was sich unter anderem an der verbesserten Einlass-Situation zeigte. Ebenfalls positiv aufgenommen wurden die Stoffbändchen, welche die bisherigen Papier-Armbändchen ersetzten. Der zweite Essensstand kam ebenfalls gut an.

 

Eine von den Besuchern gern gesehene Bereicherung des Dark Easter Metal Meetings war die Ausstellung von Kristian Wåhlin.

 

Bemängelt wurde jedoch die Parkplatz-Situation. Doch dafür konnten weder Veranstalter, noch das Backstage etwas. Diverse Baustellen um das Veranstaltungsareal sorgten für den Wegfall vieler praktischer Parkplätze außerhalb des Geländes. Und auch der Backstage-eigene Parkplatz blieb von den Baustellen nicht verschont.

 

Ebenfalls negativ fiel einigen Besuchern die teils überfüllte Halle und der teils überfüllte Club auf. Hier hätten sich viele Besucher Securities am Eingang gewünscht, welche die beiden Locations ab einem gewissen Punkt abriegeln.

 

Alles in allem war das Dark Easter Metal Meeting 2018 ein voller Erfolg. Ein Event, welches an beiden Veranstaltungstagen ein begeistertes Publikum in die kalte Osternacht entließ.

 

Vielen Dank an den Veranstalter MRW Concerts, das Backstage München sowie die vielen Bands, die das Dark Easter Metal Meeting 2018 zu einem unvergesslichen Erlebnis machten.

 

Unsere Fotos des Abends:

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