Dust Bolt im Inteview – Metal-Power pur

Dust Bolt – wenn diese Band loslegt, bebt die Stage! Die vier Jungs fetzen über die Bühne, dass es eine wahre Freude ist, ihnen zuzusehen. Trash-Metal, so fesselnd und mitreißend, wie man ihn nur selten erlebt. Dust Bolt, eine Band, ein Name, eine Leidenschaft.

 

Am 26.12.2016 durfte ich Dust Bolt live erleben. Hell yeah, was für eine Power! Und nun, endlich, darf ich den Jungs von Dust Bolt meine Fragen stellen.

 

 

Dust Bolt
Dust Bolt – Photo: © Dust Bolt

 

Hi Jungs, wie geht’s euch?

 

Dust Bolt: Hi! Uns es geht es gut, danke!

 

Dust Bolt gibt es nun schon seit 2006. Ihr macht bereits seit sehr jungen Jahren Musik. Wolltet ihr jemals etwas anderes machen?

 

Lenny – Dust Bolt: Ja, das stimmt, die Band begleitet uns nun einige Zeit. Ich denke, dass man da aber schon nochmal unterscheiden muss, denn 2006 war wirklich der erste Moment an dem wir unsere Instrumente in die Hand nahmen. Und wir waren zu dem Zeitpunkt vielleicht 12 oder 13 Jahre alt. Damals wollte man einfach nur Musik machen, hat davon geträumt irgendwann ein Album aufzunehmen und Shows zu spielen.

 

Heute ist mit der Band natürlich weit aus mehr verbunden. Vor allem auch viel mehr Arbeit – was bedeutet dass wir unser Leben auch danach ausrichten müssen. Aber das wollen wir auch!

 

Es ging uns niemals darum, Geld damit zu verdienen oder daran zu denken, irgendwann davon Leben zu können. Für einen Musiker ist die schönste Bezahlung, Zeit mit Musik verbringen zu können. Und das ist das Ziel. Diese Zeit zu vermehren, weiter an sich selbst zu arbeiten, Spaß an Kreativität zu haben und all diese Ideen auch umsetzen zu können. Ich denke das ist der Kern.

 

Und live ist dann der Moment, in dem du das alles mit vielen anderen Leuten teilst und zusammen einen Abend erschaffst, der einzigartig und womöglich unvergesslich bleibt.

 

Seine Anfänge hat Dust Bolt im oberbayerischen Landsberg am Lech. Nicht gerade der ideale Ausgangspunkt für Thrash-Metal, oder? Gab es in euren Anfängen Schwierigkeiten, da ihr „auf dem Land“ wart, die es vielleicht in der Großstadt nicht gegeben hätte?

 

Lenny – Dust Bolt: Das ist schwer zu sagen. Aber ich denke, dass gerade die Herausforderung aus Landsberg zu kommen ein großer Antrieb für uns war, raus und an Orte zu kommen, wo unsere Musik Anklang findet.

 

Wir kommen aus einer urkonservativen Kleinstadt, die Jugendkultur nicht gerade mit offenen Armen begegnet. Aber umso mehr sind wir dadurch selbst gefordert, die Dinge so zurechtzurücken und unser Leben so zu gestaltet wie es UNS gefällt.

 

Und dieser Ursprung hat uns bestimmt viel Energie gegeben, gerade dann umso mehr unser Ding zu machen und dadurch von hier zu entfliehen.

 

Dust Bolt
Dust Bolt – Photo: © Dust Bolt

 

Ihr vier kennt euch schon ziemlich lange. Ist das von Vorteil als Band? Oder gibt es, gerade weil man schon so lange „aufeinander hockt“ auch Knatsch?

 

Lenny – Dust Bolt: Haha. Ich habe keinen wirklichen Vergleich. Natürlich wäre es manchmal vielleicht leichter, wenn eine Band aus einzelnen Session Musikern besteht, die untereinander nichts miteinander zu tun haben. Aber dementsprechend wird man das auch in der Musik hören.

 

Bei Dust Bolt hingegen ist genau die Tatsache, dass wir seit mehr als 10 Jahren alle Zeit miteinander verbringen, alles teilen und beste Freunde sind, die ohne einander nicht können, das was den Unterschied macht. Wir haben alle Schritte, ob schön oder unangenehm, alle ups and downs seit Kindheit zusammen durchgestanden und sehen uns auch unabhängig von der Band im Grunde jeden Tag, wohnen zusammen oder machen Musik. Und ich denke, genau das bemerkt man bei unseren Shows. Jeder magische Moment wird hoch 4 gerechnet und durch 4 geteilt.

 

Ihr seid noch recht jung. Gab es aufgrund eures Alters schon mal Probleme?

 

Lenny – Dust Bolt: Eigentlich nicht! Ich war bei unserer ersten Europa Tour noch 17 und trug eine Zahnspange. Das fanden manche ältere Leute vielleicht manchmal witzig. Aber das tue ich auch. Haha. Alte Metal Bands gibt’s ja auf den Bühnen heutzutage mehr als genug.

 

Auf der Bühne sprüht ihr nur so vor Energie, springt und rennt. Woher kommt diese Power? Geplante Show, spontaner Einfall oder einfach ein Gefühl, das raus muss?

 

Lenny – Dust Bolt: Definitiv etwas das raus muss. Ich meine, warum sollte ich schreien? Wenn dann, weil mich etwas zum Schreien bringt. Wir sind alle sehr nachdenkliche, aber auch aktive Menschen. Die Proben verlaufen bei uns ähnlich intensiv.

 

Es ist ein Ventil, um Dinge rauszulassen, die mich sonst zum Durchdrehen bringen würden. Und ich denke, wenn wir nicht 110 Prozent geben, wieso sollte es dann irgendjemand im Publikum tun? Darum gibt es keine Ausnahme oder Entschuldigung. Wir wollen ja in dem Moment etwas bewegen.

 

Dust Bolt
Dust Bolt – Photo: © Dust Bolt

 

Ihr seid viel unterwegs. Habt ihr vor euren Konzerten Lampenfieber?

 

Lenny – Dust Bolt: Es ist schwer zu beschreiben. Natürlich ist es eine gewisse Anspannung, aber auch Konzentration. Oft ist es so, dass man es einfach nicht erwarten kann endlich zu spielen, da man auf Tour viel Zeit mit Warten oder im Van sitzen verbringt. Richtiges Lampenfieber meistens nur dann, wenn wir Zuhause  vor vielen Freunden und Bekannten spielen. Oder auf ganz großen Festivals.

 

Stichpunkt: eure Konzerte. Was mögt ihr an Live-Auftritten besonders? Oder gibt es auch etwas, das euch dabei nervt?

 

Lenny – Dust Bolt: Es gibt nichts, was dabei nervt. Ich mag nur nicht, wenn zwischen Bühne und Publikum Barrieren sind oder zu viel Platz dazwischen ist.  Wir sind keine Band die spielen, um über irgendjemanden drüber zu stehen oder unsere Haare im Ventilatoren-Wind flattern zu lassen.

 

Im Herzen sind wir da eine Punkband und wollen mittendrin sein. Jeder kann jederzeit auf die Bühne kommen. Sie gehört genauso sehr dem Publikum, wie sie uns gehört. Drum liebe ich am meisten, wenn die Luft knistert und aus einer Metal Show für einen Moment ein „Riot“ wird und nichts mehr eine Rolle spielt.

 

Ihr seid viel auf Tour. Dieses Jahr zum Beispiel in Deutschland, England, Frankreich und Portugal. Was ist das besondere am Tourleben für euch?

 

Lenny – Dust Bolt: Wir lieben es, unterwegs zu sein und an den jeweiligen Orten so viel mitzunehmen, wie möglich. Leute kennenzulernen und die Stadt und das Land kennenzulernen. Bevor ich die Band hatte, kannte ich nur Deutschland und Österreich. Inzwischen waren wir aber in einem Großteil der Länder Europas und haben dort inzwischen überall Freunde, befreundete Bands oder sonstiges. Drum ist touren für uns immer auch eine Möglichkeit, etwas von der Welt zu sehen, neue Dinge kennenzulernen und alte Freunde zu treffen.

 

Dust Bolt
Dust Bolt – Photo: © Dust Bolt

 

Beim Metallic X-Mas 2016 im Backstage München durfte ich euren Auftritt live mitverfolgen. Danach am Merch-Stand habe ich euch als absolut Fan-nah erlebt. Fällt es euch leicht, Kontakt zu den Fans aufzunehmen, mit ihnen zu quatschen? Oder kostet es euch ab und an etwas Überwindung?

 

Lenny – Dust Bolt: Nein, das kostet null Überwindung! Wieso auch? Wir sind dann genau dieselben Jungs wie immer, oder wie wenn wir als Besucher auf Konzerte gehen! Drum hängen wir gern mit so vielen Leuten wie möglich ab und trinken Bier. Manchmal auf Tour braucht man allerdings einen Abend, an dem man einfach mal alleine ist, Ruhe hat oder länger als 2 Minuten duschen geht. Das darf einem dann auch niemand übel nehmen. Man kann auch nicht jeden Abend feiern. Manchmal muss man auch ein bisschen auf die eigene Gesundheit schauen, damit man am nächsten Tag nicht als Zombie spielen muss.

 

Und die wohl typische Schluss-Frage: Was sind eure nächsten Ziele?

 

Lenny – Dust Bolt: Da gibt es viele. 😉 In erster Linie arbeiten wir gerade an einem neuen Musikvideo, weiteren Shows in Ländern in denen wir noch nicht waren und fangen langsam an, an das nächste Album zu denken. Es wird auf jeden Fall noch eine längere Tour dieses Jahr geben und viele andere coole Sachen. 😉

 

Da bin ich schon sehr gespannt und freue mich auf das, was von euch kommen mag. Vielen Dank an Dust Bolt für dieses Interview und für die Zeit, die ihr euch für mich genommen habt.

 

Dust Bolt, eine Band, die man sich definitiv merken sollte. Und ein absolutes Must-See, was ihre Konzerte betrifft. Wer Dust Bolt live erleben möchte, hat hier die Möglichkeit dazu:

 

  • 29.04.2017 – Stockrock Festival – Hagen (GER)
  • 02.06.2017 – Rock Hard Festival – (GER)
  • 03.06.2017 – Open Air am Berg – Eichstätt (GER)
  • 05.06.2017   Memmingen – Kaminwerk
  • 07.06.2017 – Brighton – Concorde (UK)
  • 08.06.2017 – Chinnery’s – Southend (UK)
  • 11.06.2017 – Underworld – London (UK)
  • 22.06.2017 – With Full Force Festival – Ferropolis (GER)
  • 04.08.2017 – Metal United Festival – Regensburg (GER)
  • 18.08.2017 – Motocultor Festival – Dijon (FRA)
  • 25.08.2017 – Neuborn Open Air – Wörrstadt (GER)
  • 26.08.2017 – Casainhos Fest – Lissabon (POR)
  • 09.09.2017 – Belvedere – Namur (BEL)
  • 10.09.2017 – Small Town Heart Fest – Haltern (GER)
  • 20.10.2017 – Rising Fest – Dijon (FRA)

 

Mehr über Dust Bolt findet ihr hier.

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