The Heisenberghs Band

THE HEISENBERGHS im Interview mit Metal Affair

Was war der historische Grundstein für The Heisenberghs? Mit welchem Lied bzw. welcher Idee fing alles an?

Wie es sich für uns gehört, natürlich am Kneipentresen: Wir waren oft auf Festivals und Gigs unterwegs. Hölg hatte schon Erfahrung in mehreren Bands gemacht – was liegt also näher, als dass wir auch selbst Mucke machen? 

Richtig Fahrt aufgenommen hat das Ganze, als sich Sascha (unser damaliger Drummer) ein Drumset besorgt hat. Die erste Session fand dann in seiner Wohnung statt. Dort entstand an einem Nachmittag „Zäpfmaahnnz“. Die russische Mieterin aus der Wohnung darunter hat klargemacht, dass wir eindeutig zu laut sind… Im Bademantel klingelte Sie Sturm. Gottseidank hatten wir genug Argumente, Sie zu beruhigen. Nachdem wir die Bier- und Schnapsvorräte gemeinsam geleert hatten, war klar, dass wir uns einen Probenraum suchen müssen. Gesagt, getan…

…und der Rest ist wie man so schön sagt „Geschichte“… 

Was ist die Geschichte hinter eurem Bandnamen?

Am Anfang war die Band nur eine Idee: Metal (Punk) als Richtung war klar, aber alles noch virtuell und unscharf. Die Diskussion am Tresen der „Für Freunde“ Bar ging schnell Richtung Physik und speziell Quantenmechanik. Einige haben damals oft mit bierglasigem Blick des Nächtens noch mit ´nem Schlummifix (= das letzte Bier zu Hause) „Space night“ mit Harald Leschs „alpha centauri“ geguckt. Schnell haben wir uns dann auf Werner Heisenberg als Superstar der Unschärferelation und Namenspatron geeignet. Dazu noch die Erkenntnis, dass jede gute Band ein „die“ im Namen hat – The Heisenberghs waren geboren…

…und da das Internet schon damals kein Neuland für uns war, natürlich im SEO Style.

Das Gerücht, dass wir uns nach Walter Whites alter ego aus der Breaking Bad Show benannt haben, müssen wir ein für allemal ins Reich der Urban Legends verweisen. Die Showrunner haben die Idee nur von uns geklaut 😉…      

Wer sich The Heisenberghs schon mal angehört hat, dem fällt auf, es dreht sich recht viel in eurer Musik um Bier. Da liegt doch die offensichtlichste Frage schon auf der Hand: Welche Biersorte inspiriert euch am meisten zu euren Texten?

Wenn man es nüchtern und ehrlich betrachtet sind wir in den allermeisten Lebensbereichen eine besoffene Gesellschaft, Bier – oder Alkohol generell – ist einfach der soziale Schmierstoff unserer Gemeinschaft. 

Mit Zäpfmetal und Saufpunk verarbeiten wir musikalisch nur unsere Sicht der Dinge. Die Texte sind deshalb meistens direkt aus dem Leben gegriffen und erzählen die schönen, aber auch nachdenklichen Momente. 

Aber klar, wir lieben die Kaltschale in all seiner Vielfalt: Freibier, Wegbier, Bockbier (gerne doppelt), Weißbier, Altbier, Rauchbier, Craftbier, Fr. Suurbier, Namibier & Kolumbier usw.

Und wenn’s schon eine spezielle Sorte sein soll: Dann das Pfingstöchsla einer fränkischen Dorfbrauerei…

The Heisenberghs Live on Stage
The Heisenberghs – Photo: © The Discovered Land

Was wäre die Antwort der The Heisenberghs auf die Prohibition?

Hausbrauen! 

In München – und Neuhausen – gibt es eine rege und etablierte Braukultur in den letzten Jahren. Wir haben mit dem Handkatzn-Bräu einen Biersommelier und Fan der ersten Stunde am Start (Danke Gerald!). Hölg geht da fleißig als Geselle in die Lehre und das Ergebnis kann sich schmecken lassen. Da gibt’s dann ´nen Weizenbock, der ist ja schon außerirdisch. Handgemachter Zäpfmetal und selbst gebrautes Bier sind eine unschlagbare Kombo. Man spricht ja nicht umsonst von der „Braukunst“ – und Kunst verbieten? Unmöglich…

Was machen The Heisenberghs, wenn sie nicht gerade beim Umzug helfen oder einen saufen?

Ohoh, da ist jemand textsicher… aber das eine schließt das andere doch nicht aus, oder? 😉

Eigentlich alle ganz normale Jobs, was mit Tieren, was mit Kindern, was mit doofen Computern und dem Internet. Wir wollten eigentlich Frau Merkel damals das „Neuland“ erklären, sind dann doch beim Bier geblieben. 😊 Der perfekte Ausgleich ist natürlich dann einmal in der Woche so richtig „Lärm“ zu machen. Und wenn man es dann auch noch aus dem Proberaum auf die Bühne schafft, ist das umso schöner. Deswegen machen wir das. LIVE mit den Leute aus dem Alltag ausbrechen, singen und feiern.  All das gibt es ja im Moment leider nicht! Aber wir hoffen auf ein Ende der Pandemie und auf den Sommer.

So manches Lied handelt nicht nur vom Bier. Neben weiblichen Rundungen und Freundschaft wird es auch leicht politisch. Sind weitere Abschweifungen vom Gerstensaft geplant?

Eigentlich nicht; Sollte schon beim „Wichtigsten“ bleiben. Und wir haben ja schon einen politischen Evergreen (Trumpelei), der bei der US-Wahl und bis zum 20. Januar sehr aktuell  ist.

Ganz ausgeschlossen ist es nicht, dass sich unsere Texte auch mal wieder um etwas anderes drehen. Drängende Themen, die uns im Alltag begegnen, verarbeiten wir schon in unseren Songs. Immer mit einer Prise Ironie und Augenzwinkern. Die Leute können gespannt sein. Neue Songs sind in Arbeit.

The Heisenberghs in Action
The Heisenberghs – Photo: © The Discovered Land

Welcher eurer Auftritte ist euch bisher am stärksten im Gedächtnis geblieben und warum?

Fast jeder Gig war der beste, aber einige kann man natürlich herausheben. Egal ob 5 Leute oder 100, uns macht es immer Spaß vor Leuten zu spielen. Ist einfach ein tolles Erlebnis mit den Bandkollegen LIVE abzurocken. Wir freuen uns schon auf die Gigs (hoffentlich) mit unserem neuen Basser Matt.
(Hölg) persönliches Highlight war das Free&Easy Festival im Backstage 2019. Stimmung, Lautstärke und Leute waren einfach HAMMER.

Stüho: wir hatten so viele coole Gigs, aber einer ist mir besonders in Erinnerung: als Support für „Exist Immortal“ – geile Stimmung, super Band und die After Show Party bei mir zu Hause: priceless. Ansonsten natürlich jeder Gig im „Rülps“. Dort ist’s jedesmal ein Erlebnis… 😉

Matt: Heisenberghs CD Release Party im Eddy Rockclub. (Als Support mit Paul&Gwen)

Sven: Giesinger Bräu. Mit zwei befreundeten Bands (1328 Beercore und Slamndamm) die rappelvolle Brauereischänke laut zu rocken und dann noch einen Bierumsatzrekord zu verzeichnen, war für mich ein unvergesslicher Abend.

Für einen Monat waren The Heisenberghs ohne Bass. Eine traurige Zeit für jeden Fan. Zum Glück wurde diese Lücke bald gefüllt mit Matt. Was können die Fans in Zukunft erwarten? Wird sich euer Sound ändern? Da es live aktuell nur schwer möglich ist, möchte sich Matt hier vorstellen?

Tja, so läuft das manchmal. Menschen verändern sich. Für uns war das ein großer Verlust. Aber wir respektieren diese Entscheidung von Tom natürlich voll und ganz. Wir hatten eindeutig großes Glück, dass sich Matt (aus einer befreundeten Band) gleich auf unsere Anzeige auf Facebook gemeldet hat. Wir arbeiten auch schon fleißig an neuen Songs fürs nächste Album. Matt bringt viele neue Impulse für unsere Musik mit. 

The Heisenberghs volle Power
The Heisenberghs – Photo: © The Discovered Land

Desweiteren habt ihr angekündigt, dass auch bald was kommt. Darf man nach Plänen für ein neues Album fragen?

Ja, bestimmt kommt da was. Leider ist es uns im erneuten Lockdown nicht möglich zu proben. Von daher wird es leider noch etwas dauern, bis die neuen Songs für ein Album oder  ein bieriges Video fertig werden. Sobald wir uns wieder zum Proben treffen dürfen, werden wir uns aus dem Übungsraum melden 🙂

Gibt es Unterschiede zwischen The Heisenberghs auf der Bühne und den Menschen dahinter privat??

Sven: Ja.

Hölg: Nein.

Stüho: Kaum.

Matt: Vielleicht.

🙂

Vielen Dank für eure Zeit und die Möglichkeit des Interviews!

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